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Überwachung & Behandlungsoptionen

7 Zeichen der Veränderung, die Sie kennen sollten.

REDEN SIE JETZT MIT IHREM ARZT, DAMIT ER IHNEN HELFEN KANN.

Einschränkungen durch fortgeschrittenen Prostatakrebs sind manchmal offensichtlich, manchmal eher unauffällig. Niemand kennt Ihren Körper besser als Sie selbst. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Symptome:

  • Müdigkeit/Mattigkeit
  • Beschwerden, Schmerzen oder Unwohlsein
  • Schwächegefühl/​Taubheitsgefühl
  • Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen
  • Angst- oder Stresszustände aufgrund von Schmerzen
  • Schwierigkeiten beim Ausführen von Alltagsaktivitäten
  • Darm-/Blasenveränderungen (wie oft Sie auf die Toilette gehen müssen)

ES STEHEN VIELE BEHANDLUNGEN ZUR AUSWAHL.

GEMEINSAM MIT IHREM ARZT KÖNNEN SIE DIE FÜR SIE RICHTIGE THERAPIE AUSWÄHLEN

Wenn Ihr Prostatakrebs fortschreitet, gibt es Behandlungsmöglichkeiten, die zwar keine Heilung bringen, jedoch auch in diesem Stadium der Krankheit Ihr Allgemeinbefinden verbessern können.

ADT (Androgen-Deprivations-Therapie)

Da männliche Hormone wie Testosteron (eine Form des Androgens) dazu beitragen, den Prostatakrebs wachsen zu lassen, wird diese Art von Therapie eingesetzt, um den Hormonspiegel zu senken. Die ADT wird zur Behandlung von Prostatakrebs, der nach der Operation und der Strahlentherapie zurückgekehrt ist, oder bei Metastasenbildung in anderen Körperteilen eingesetzt. Die ADT verliert jedoch mit der Zeit ihre Wirksamkeit. Diese nicht-operative Behandlung wird entweder injiziert oder oral eingenommen.

CHIRURGIE

Bei der operativen Kastration werden beide Hoden entfernt. Sie gehört zu den Hormontherapien, denn es handelt sich um die Entfernung der wichtigsten Produktionsquelle von Testosteron. Wurden die Hoden entfernt, neigt der Krebs dazu, nicht weiter zu wachsen, oder er bildet sich für einen gewissen Zeitraum zurück. Die Operation ist ein endgültiger Vorgang, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Die Prostatektomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die gesamte Prostata oder Teile derselben sowie die Samenblasen entfernt werden. Manchmal beginnt Krebs in den Lymphknoten oder breitet sich in diesen aus. Lymphknoten befinden sich in vielen Teilen des Körpers und können während einer Prostatektomie im Beckenbereich entfernt werden. Ziel ist es, das Risiko zu vermindern, dass sich der Krebs auf andere Körperteile ausbreitet. Dieser Vorgang kann sexuelle Probleme hervorrufen, wenn während des Eingriffs Nervenbahnen beeinträchtigt werden. Außerdem können Schwierigkeiten beim Harndurchlass auftreten. Es besteht die Möglichkeit, dass sich einige dieser Symptome im Laufe der Zeit zurückbilden und die normale Sexual- und Blasenfunktion mit Medikamenten wieder hergestellt wird.

NEUARTIGE HORMONTHERAPIE

Die neuartige Hormontherapie greift, wenn die bisher üblichen Anti-Androgen-Therapien nicht mehr funktionieren. Diese Art von Therapie kann ein Enzym blockieren und auf diese Weise die Testosteronproduktion der Hoden und anderer Organe hemmen. Sie kann auch auf die Androgenrezeptoren wirken, welche Signale empfangen oder aussenden, und so das Tumorwachstum einschränken. Die neuartige Hormontherapie wird als Tablette eingenommen.

RADIOPHARMAZEUTIKA

Radiopharmazeutika werden u.a. gegen Krebs mit Knochenmetastasen eingesetzt. Nach dem Eintritt in die Blutbahn (intravenös) wird die Substanz durch den Körper transportiert und setzt sich hauptsächlich in den vom Krebs befallenen Knochen ab. Im Gegensatz zur externen Strahlentherapie handelt es sich um eine Art von Strahlung, die jeweils auf einen Bereich konzentriert ist. Die Behandlung kann mehrere Knochen, die vom Krebs angegriffen wurden, gleichzeitig therapieren.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Radiopharmazeutika — Alpha- und Betastrahlung freisetzende. Alphastrahlung hat einen stärkeren Effekt auf Krebszellen als Betastrahlung. Alphastrahlung verfügt nur über eine geringe Reichweite und verringert die Größe des Tumors durch das Abtöten von Krebszellen. Aufgrund der geringen Reichweite ist auch die schädliche Wirkung auf die naheliegenden gesunden Zellen eingeschränkt. Betastrahlung hat eine längere Reichweite und kann umgebende gesunde Zellen schädigen.

CHEMOTHERAPIE

Chemotherapie kann eingesetzt werden, wenn der Krebs außerhalb der Prostata Metastasen gebildet hat und eine Hormonentzugstherapie nicht greift. Ihr Ziel besteht darin, das Wachstum von Krebszellen oder deren Teilung in weitere Zellen zu verhindern. Da die Chemotherapie sich schnell teilende Zellen angreift, zerstört sie auch schnell wachsende Zellen in

  • Knochenmark
  • Mund- und Darmschleimhaut
  • Haarfollikeln

Ein Chemotherapeutikum wird in die Vene injiziert oder als Tablette eingenommen. Es wird durch die Blutbahn transportiert, so dass Krebszellen im ganzen Körper erreicht werden. Diese Form der Therapie kann zu unterschiedlichen Nebenwirkungen führen.

IMMUNTHERAPIE

Die Immuntherapie nutzt das Immunsystem des Patienten, um den Krebs zu bekämpfen. Das Immunsystem besteht aus ähnlichen Zellen wie unsere Blutkörperchen. Die Zellen des Immunsystems verteilen sich über den ganzen Körper, um ihn vor Keimen zu schützen, die Infektionen auslösen. Diese Zellen können dazu verwendet werden, Krebszellen zu bekämpfen und zu zerstören.

STRAHLENTHERAPIE

Bei der Strahlentherapie werden Röntgenstrahlen verwendet, oder man setzt kleine radioaktive Pellets, auch als "Seeds" bekannt, in die Prostata ein. Diese töten die Krebszellen ab, indem jener Teil zerstört wird, der für die Steuerung des Zellwachstums und der Zellteilung verantwortlich ist.

Strahlentherapie wird eingesetzt bei:

  • Behandlung eines Karzinoms im Frühstadium, das nur auf die Prostata begrenzt ist.
  • Behandlung eines Karzinoms, das sich außerhalb der Prostata sowie im umliegenden Gewebe verbreitet hat.
  • Behandlung eines Karzinoms, das nicht vollständig entfernt wurde oder nach einem Eingriff im Bereich der Prostata wiederkehrt.
  • Der Verkleinerung eines Tumors, wenn der Krebs fortgeschritten ist.

Die External Beam Radiation Therapy (EBRT), eine Form der externen Bestrahlung, kann die schmerzhaftesten Symptome bei Knochenmetastasen lindern.

UNTERSTÜTZENDE BEHANDLUNG

Krebs kann die Knochen instabil werden lassen. Aus diesem Grund gibt es gezielt entwickelte Behandlungen, um die Auswirkungen auf die Knochen von Personen mit fortgeschrittenem Prostatakrebs zu kontrollieren.

Bisphosphonate werden zum Schutz des Knochens eingesetzt, um das Wachstum der Krebszellen zu stoppen oder zu verlangsamen. Bisphosphonate können auch die Knochenmasse erhöhen und das Risiko ernsthafter Komplikationen verringern. Bisphosphonate werden intravenös (i.v.), durch Injektion unter die Haut (subkutan)oder als Tabletten (oral) verabreicht.

RANK-Ligand-Hemmer können Knochenbrüche verhindern, indem sie an den RANK-Liganden gebunden werden und die Tätigkeit der Zellen, die Osteoklasten genannt werden, gehemmt wird. Gleichzeitig wird die Knochenfestigkeit und Knochendichte aufgebaut. Bei einer subkutanen Verabreichung (unter die Haut - nicht in die Vene) helfen sie dabei, die Auswirkungen des Krebses auf die Knochen bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs abzuschwächen.

Eine weitere Art von unterstützender Behandlung sind Radiopharmazeutika, die Beta-Strahlung emittieren. Bitte vergleichen Sie dazu auch den Abschnitt Radiopharmazeutika.

DIE BEDEUTUNG
DES PSA-TESTS

(PSA = PROSTATASPEZIFISCHES
ANTIGEN)

Ein PSA-Test ist das häufigste Verfahren zur Diagnose von Prostatakrebs. Viele Ärzte empfehlen ein PSA-Screening für 40-jährige, welche einem höheren Risiko ausgesetzt sind.

Wenn Sie sich bereits einer Krebsbehandlung unterzogen haben, kann der PSA-Test helfen, zu bestimmen, ob der Prostatakrebs zurückgekehrt ist.

Falls der PSA-Wert erhöht ist, sollten weitere Faktoren beachtet werden, bevor der Arzt einen Behandlungsansatz empfiehlt.